Organisieren Sie Ihre Lagerregale mit einem klaren Zonierungsplan, einem einheitlichen Beschriftungssystem und einer umsatzorientierten Lagerplatzierung, damit jeder Artikel einen leicht auffindbaren Platz hat. Unorganisierte Regale verursachen stundenlange Suchzeiten und lassen Lagerbestände in den Regalen verschwinden, bis sie ihr Verfallsdatum erreichen. Die Lösung ist ein System, keine einmalige Aufräumaktion.
Wie erstellt man einen Regalbereichsplan?
Erstellen Sie einen Regalzonenplan, indem Sie das Lager in logische Bereiche unterteilen, die sich an den Warenflüssen orientieren. Durch die Zonen erhält jeder Artikel einen vorhersehbaren Standort.
- Wareneingangsbereich: in der Nähe der Laderampe für eingehende Waren.
- Schnellkommissionierungszone: leicht zugängliche Lagerregale für Artikel mit hoher Umschlagshäufigkeit.
- Großlagerbereich: Tiefen- oder Hochregale für Artikel mit geringer Umschlagshäufigkeit.
Gruppieren Sie die Artikel innerhalb jeder Zone, damit die Kommissionierung kompakt bleibt.
Wie sollten Sie Lagerregale beschriften?
Kennzeichnen Sie die Regale im Lager mit einem einheitlichen Standortcode, der den Gang, den Regalblock, das Regal und den Lagerplatz angibt. Durch einen standardisierten Code wird jedes Regal zu einer durchsuchbaren Adresse.
Erstellen eines Standortcodes
Erstellen Sie einen Standortcode, der in einer festen Reihenfolge gelesen wird, z. B. Gang, Regalblock, Ebene. Jedes Etikett an Ihren Lagerlösungen sollte diesem Muster folgen.
Anbringung und Haltbarkeit von Etiketten
Bringen Sie Etiketten auf Augenhöhe an und verwenden Sie strapazierfähige, scanbare Etiketten, die den Bedingungen im Lager standhalten. Verblasste oder abblätternde Etiketten führen erneut zu dem Chaos, das Sie gerade beseitigt haben.
Wie funktioniert die geschwindigkeitsbasierte Platzierung?
Bei der geschwindigkeitsbasierten Lagerplatzierung werden die Artikel mit der höchsten Umschlagshäufigkeit an den am leichtesten erreichbaren Stellen gelagert. Die am häufigsten kommissionierten Artikel sollten die kürzeste Transportstrecke zurücklegen.
- A-Positionen: Höhe zwischen Taille und Schulter in der Fast-Pick-Zone.
- B-Artikel: Regale in mittlerer Höhe, etwas weiter außen.
- C-Artikel: hohe oder tiefe Regale im Großlager.
Diese Anordnung verkürzt die Kommissionierzeit und sorgt dafür, dass die besten Lagerregale optimal ausgelastet werden.
Wie verhindert man, dass Gegenstände unter anderen verschüttet werden?
Verhindern Sie, dass Artikel in der Masse untergehen, indem Sie eine SKU pro Lagerort und den First-in-First-out-Prinzip anwenden. In gemischten Behältern geht der Lagerbestand leicht verloren.
Eine Artikelnummer pro Standort
Weisen Sie jedem Regalplatz eine SKU zu, damit beim Scannen immer genau ein bestimmter, korrekter Artikel ermittelt wird. Gemeinsam genutzte Behälter sorgen für Verwirrung, wodurch der Lagerbestand unübersichtlich wird.
FIFO-Rotation
Wenden Sie das First-in-First-out-Prinzip an, damit ältere Bestände abverkauft werden, bevor sie veralten. Mit geeigneten Lagerlösungen wie Durchlaufregalen lässt sich das FIFO-Prinzip automatisch umsetzen.
Wie wird das System gewartet?
Pflegen Sie das System durch regelmäßige Zykluszählungen und eine periodische Umlagerung, wenn sich Ihre Bestandszusammensetzung ändert. Ein Regalsystem verfällt ohne Pflege.
Zykluszählung
Führen Sie bei einem Teil der Lagerlösungen eine stufenweise Zykluszählung nach einem fortlaufenden Zeitplan durch, um Fehler frühzeitig zu erkennen. Kleine, häufige Zählungen sind besser als eine einzige umfangreiche jährliche Zählung.
Neuordnung der Regale im Zuge des Wachstums
Passen Sie die Lagerplatzzuordnung entsprechend den Veränderungen bei der Artikelumschlagshäufigkeit an, damit die Schnellkommissionierungszone stets korrekt bleibt. Durch das Hinzufügen kompatibler Regale aus dem Sortiment der gewerblichen Lagerprodukte bleibt die Anordnung einheitlich.
Welche Hilfsmittel gehören zu einem Regalsystem?
Zu den Hilfsmitteln, die ein Regalsystem unterstützen, gehören ein Lagerverwaltungssystem, Barcode-Scanner und gedruckte Standortetiketten. Zusammen verwandeln sie die räumliche Anordnung in ein durchsuchbares und nachverfolgbares System.
- Lagerverwaltungssystem zur Nachverfolgung jedes Lagerplatzes.
- Barcode-Scanner für eine schnelle und präzise Kommissionierung.
- Langlebige Standortetiketten, die den Umgebungsbedingungen standhalten.
Wie schult man die Mitarbeiter im Umgang mit dem System?
Schulen Sie das Personal in der Handhabung des Systems, indem Sie den Standortcode, die Einlagerungslogik und die Rotationsregeln vermitteln. Ein Regalsystem funktioniert nur, wenn alle Beteiligten es auf dieselbe Weise interpretieren und aktualisieren. Eine einheitliche Schulung verhindert Abweichungen, die den Lagerbestand unübersichtlich machen und erneut das Chaos hervorrufen, das das System eigentlich beseitigen sollte.
Überprüfen Sie das Etikettiersystem regelmäßig auf verblasste oder fehlende Etiketten. Ein Standortcode funktioniert nur, wenn jedes Etikett lesbar und scanbar ist. Durch eine routinemäßige Überprüfung lassen sich daher Lücken aufdecken, die unbemerkt wieder zu Suchzeiten und verborgenem Lagerbestand führen – genau das, was das System eigentlich beseitigen soll.
Halten Sie den Regalplan auf dem neuesten Stand, wenn sich die Lagerumschlagshäufigkeit ändert. Artikel, die sich bisher nur langsam verkauft haben, können zu Schnelldrehern werden, und ein veralteter Regalplan führt dazu, dass sie im hinteren Lagerbereich verbleiben, wo sie jeden Kommissioniervorgang verlangsamen. Daher sorgt eine regelmäßige Neuzuweisung der Regalplätze dafür, dass der Schnellkommissionierbereich optimal genutzt wird.
Dokumentieren Sie das System so, dass es auch bei Personalwechseln erhalten bleibt.
Eine gut organisierte Regalführung basiert auf Zonen, Beschriftungen und Umlauf. Legen Sie einen Standortcode fest, ordnen Sie die Artikel nach Umschlagshäufigkeit an, halten Sie sich an den Grundsatz „eine SKU pro Stellplatz“ und sorgen Sie für die Einhaltung dieser Regeln, damit jeder Artikel in Ihrem Lager leicht auffindbar bleibt.